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Wolfgang Mayer aus Gallneukirchen (1943 - 2018): Ein Herz für Kranke

Den biblischen Auftrag, sich um Kranke zu kümmern, hat Diakon Wolfgang Mayer so ernst genommen wie kaum jemand. Zunächst betreute der pensionierte Volksschuldirektor von Goldwörth seine Gattin jahrelang bis zu ihrem Tod. Gleich danach pflegte er seine Schwiegermutter, bis sie 2013 starb. Damit aber nicht genug. Weil auch seine in Krems lebende Mutter auf Pflege angewiesen war, holte er sie zu sich und betreute sie ein Jahr lang bis zu ihrem Tod 2014. Kranke waren Wolfgang Mayer auch darüber hinaus ein besonderes Anliegen. Immer wieder besuchte er Patienten im Landeskrankenhaus Freistadt. Vor allem aber war er in Schenkenfelden gefragt. „Viele Leute haben bei Taufen, Hochzeiten oder Begräbnissen extra nach ihm verlangt, manche Familien betreute er bereits in der zweiten Generation“, sagt sein Sohn Viktor, der auch selbst gerade die Ausbildung zum Diakon macht. Sein Vater Wolfgang war einer der Ersten in der Diözese Linz, die dazu 1985 geweiht wurden. „Er war eine große Unterstützung für unsere Pfarrer, seitdem nach dem ehemaligen Pfarrer Andessner kein Geistlicher mehr fix am Ort war“, bestätigt Bürgermeister Karl Winkler. Und Franz Holl, der als Priester Schenkenfelden neben anderen Pfarren mitbetreut, bestätigt, wie notwendig der Einsatz des Diakons war. Wolfgang Mayer war keiner, dem die Herzen sofort zuflogen, er galt als eher ernst und ruhig. Wer ihn aber näher kennen lernte, begann ihn sehr zu schätzen, sagen Schenkenfeldener. In seinem ersten Beruf war Mayer Volksschullehrer. Einer seiner ersten Posten war in der ehemaligen Kleinschule von Zulissen bei Rainbach im Mühlkreis, wo der in Wien geborene und in Krems aufgewachsene Pädagoge mit seiner Familie in der Schulwohnung lebte. Erst danach baute er sein Haus in Gallneukirchen und kam 1970 letztendlich als Direktor nach Goldwörth. Sehr wichtig war Mayer neben der Schule aber das Amt des Diakons. Es erlaubt auch verheirateten Männern, liturgische Aufgaben zu erfüllen. Bei der im heurigen Juni stattgefundenen Visitation des Dekanates Freistadt stand er als Diakon noch mit Bischof Manfred Scheuer am Altar, kurz darauf zwang ihn die schwer erkrankte Bauchspeicheldrüse zum Aufgeben.



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