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  • bert brandstetter

Werner Laukotter aus Eferding (1946 - 2019): Rekord bei Geburten im Rettungsauto

„Es werden wohl mehr als 20 junge Eferdinger gewesen sein, denen der Werner bei der Geburt im Rettungswagen auf dem Weg zum Licht der Welt geholfen hat.“ Markus Ecker, der Dienststellenleiter des Roten Kreuzes in Eferding weiß, wie gern sein Kollege Werner Laukotter über diese rekordverdächtige Geburtenanzahl gesprochen hat. So wirklich verwunderlich ist diese Zahl aber auch wieder nicht, wenn man in Betracht zieht, wie viele Dienste Laukotter für das Rote Kreuz gefahren ist: „Seit er beim Linzer Magistrat in Pension war, ist er 4-5 mal pro Woche jeweils 12 Stunden gefahren. In seiner Dienstzeit machte er vorwiegend Nachtdienste“, sagt Ecker über seinen Kollegen im Offiziersrang, der früher sogar die Dienststelle ehrenamtlich geleitet hat. Was Laukotter so am Rettungsdienst fasziniert hat, versucht Tochter Susanne Laukotter-Sandberger zu erklären: „der Papa wollte eigentlich Medizin studieren, das war aber wirtschaftlich nicht möglich, weil er von seiner Mutter alleine aufgezogen wurde. Vielleicht hat er sich auf diese Weise einen Ersatz geschaffen“. Sich für andere zu engagieren, erschöpfte sich bei Laukotter aber nicht bei seinem Total-Einsatz für das Rote Kreuz. Im Sommer begleitete er mit seiner Frau Rosina die Kinderfreunde nach Obertraun. „Während Mama in der Küche arbeitete, war Papa als Betreuer eingesetzt. Das taten die beiden sicher 6-7 mal jeweils drei Wochen lang und wir drei Kinder waren mit dabei“, erinnert sich Tochter Susanne. Der Lebensmittelpunkt des aus Linz stammenden Werner Laukotter war das Haus in Hinzenbach, in das er immer wieder auch einmal die Kollegen vom Roten Kreuz einlud und sich gerne im Garten aufhielt. Blieb dann noch etwas Zeit, frönte er seinem Hobby als Kleinbahnfan, auch Dampflokomotiven konnten ihn begeistern. Zurück in seiner Dienststelle im Roten Kreuz war er es wieder, der mit Hingabe eine zugelaufene Katze betreute oder seinem kleinen Hund einen guten Lebensabend bescherte, der bereits blind und taub war. Ein wichtiger Tag in seinem Leben war vor sechs Jahren: da überreichte ihm der damalige Sozialminister Alois Stöger die „Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich“. Eine verdiente Auszeichnung für 50 ehrenamtliche Jahre beim Roten Kreuz.



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