Suche
  • bert brandstetter

Rudolf Rauch aus Linz (1939 - 2019): Fahrschulchef mit künstlerischer Ader

Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, trifft im Fall von Rudolf Rauch ganz besonders zu. In den 1970-er Jahren übernahm er jene Fahrschule, die schon seit Großvater 1928 gegründet hatte. Er übernahm die in Traun situierte Fahrschule und optimierte die Ausbildung junger Verkehrsteilnehmer. Dazu engagierte er einen deutschen Verkehrspsychologen und erstellte mit ihm einen neuen Lehr- und Übungsplan samt Lernunterlagen, denen im Wesentlichen bis heute Gültigkeit zugesprochen wird. Rauchs Lieblingszitat: „Unsere Absolventen sollen überall verkehrssicher fahren, und nicht nur rund um eine Polizeiinspektion!“ Neben seinem beruflichen Engagement war die Malerei eine der großen Leidenschaften des Fahrschulchefs. Junge, talentierte Maler Oberösterreichs fanden in Rudolf Rauch einen wertvollen Förderer, einigen von ihnen wie Fritz Aigner oder Albrecht Dunzendorfer ist nicht zuletzt dadurch der Sprung in die internationale Bekanntheit geglückt. In der Freizeit fand Rauch seine Ablenkung in der Jagd. Gemeinsam mit Freunden ging er diesem Hobby gerne im Wein- und Waldviertel nach, sein Jagdzimmer im Urfahraner Haus wird geziert mit Trophäen seiner Abschüsse, von denen manche auch aus dem Ausland stammen. Saß Rauch einmal daheim, durfte klassische Musik nicht fehlen, dazu gutes Essen und wenn möglich, spanischer Wein. Spanien war das Lieblingsland des umtriebigen Unternehmers. Dort hatte er sich nach vielen Reisen ein kleines Domizil verschafft, das er bis vor fünf Jahren regelmäßig besuchte und viele Monate darin verbrachte. Unvergessen ist für Familie und Freunde so manches rauschende Fest, bei denen er für jede Lebenslage einen passenden Spruch parat hatte, wie Schwiegertochter Gerlinde Rauch sagt. Der Fahrschule trauerte er in seiner Pension in keiner Weise nach. In den 1990-er Jahren hatte er sie an Sohn Michael übergeben, sein zweiter Sohn Thomas leitet eine Unternehmensberatung. Nur die Übersiedelung der Fahrschule verfolgte er mit Interesse, leider schon im Rollstuhl ließ er sich den Neubau an der Kremstal Straße zeigen. Gepflegt und betreut wurde Rauch bis zuletzt von Gattin Ursula.



7 Ansichten

0043 664 4559171

©2019 Gute Nachrede. Erstellt mit Wix.com