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Petra Lehner aus Pfaffing (1974 - 2019): Erfülltes Leben in der Schule

Der Schulbeginn in der Volksschule Pöndorf wird im kommenden September traurig und anders als normal ausfallen. Die bisherige Schulassistentin Petra Lehner ist während der Ferien verstorben. Wie wichtig sie war, schildert Direktorin Barbara Pattinger: „Petra wird uns ungemein abgehen. Sie war so ein hilfsbereiter Mensch und eine wirklich liebe Kollegin“. Hauptaufgabe von Petra Lehner war die Unterstützung von Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen. In den letzten Jahren war es ein sehr sehschwacher Bub, um den sie sich vor allem gekümmert hat. Im Unterricht saß sie neben ihm, beim Werken oder im Turnunterricht schaute sie, dass er die Anforderungen möglichst gut und für ihn passend bewältigen konnte. Seine Ansprechpartnerin war sie aber auch oft außerhalb der Schule: „die beiden haben sich ständig Whatsapps geschickt, ich habe das sehr nett gefunden“, sagt Gatte Franz Lehner, der Petra in ihrem Heimatort Zipf kennen gelernt hat. Dort wuchs sie auf und machte eine kaufmännische Lehre. Als ihre Töchter Vanessa und Verena zur Welt kamen, blieb sie längere Zeit daheim, erst 2009 stieg sie wieder als Verkäuferin ins Berufsleben ein. Ganz glücklich war sie damit aber nicht, ihr Weg ging in Richtung Pädagogik, was ihr als Schulaufsicht in Vöcklamarkt gelang. „Sie wollte einfach etwas mit Kindern machen, weshalb sie dann an der Pädagogischen Hochschule der Diözese die Ausbildung zur Schulassistentin aufnahm und erfolgreich abschloss“, wie ihr Mann sagt. Über das Diakonie Zentrum Spattstraße kam sie dann an die Volksschule Pöndorf, wo sie ihre berufliche Erfüllung gefunden hatte. Besonders geschätzt war sie deshalb, weil sie nicht nur „ihr“ Betreuungskind im Auge hatte, sondern zugriff, wo immer es nötig war, oft auch, „um einer Kollegin noch rasch beim Kopieren zu helfen“, sagt Direktorin Pattinger. Am 9. September hätte sie eine Fixanstellung erwartet, dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Vor sieben Monaten wurde ein bösartiger Tumor diagnostiziert, der ihr Leben zerstört hat. „Drei Ziele hätte sie noch gehabt“, sagt ihr Mann: „das Maibaumfest in Pfaffing, die Firmung von Tochter Verena und der Sommerurlaub in Italien. Das mit dem Urlaub ist sich leider nicht mehr ausgegangen“, bedauert Franz. Zehnmal waren sie an der Adria, „neunmal davon im selben Hotel in Caorle, weil dort alles so gut gepasst hat“. Mit ihrer Krankheit sei Petra Lehner bewundernswert umgegangen, laut ihrem Mann habe „sie immer geschaut, dass wir nicht leiden. Ich weiß nicht, wie sie das geschafft hat“.



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