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Michael Robeischl aus Freistadt (1971 - 2019): Ein engagierter, politischer Vernetzer

Im Mühlviertel war es für Kommunalpolitiker schwer, an Mike Robeischl vorbei zu kommen. Der Geschäftsführer der Inkoba Sterngartl GmbH hatte seine Hände überall dort drinnen, wo es galt, Menschen und Organisationen zu vernetzen, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Sein Engagement war insbesondere auch in Kreisen der ÖVP zu spüren, wo er in Freistadt mehrere Jahre den Wirtschaftsbund anführte oder sich etwa im Salzkammergut als Wahlkampfmanager anheuern ließ. Ein „Hans Dampf in allen Gassen“, nennt ihn Gabriele Lackner-Strauss nach 20 jähriger intensiver Zusammenarbeit. „Der Mike war so hilfsbereit und uneigennützig wie selten jemand. Er hatte sicher eine schillernde Persönlichkeit, die durch seine gewinnende Art aber schnell überzeugte“. Die erste berufliche Station von Michael Robeischl war der Beruf eines Fernmeldemonteurs bei der Post. Das war ihm allerdings zu wenig. Im Rahmen des Bundesheeres ließ er sich auf den Golan verpflichten, wo er neben der Fähigkeit, auch in schwierigeren Zeiten durchzuhalten, Kochen lernte. Für seine Frau und die gemeinsame Tochter oder für Freunde zu kochen war eine der Leidenschaften des Freistädters, der in einer weiteren Station beim Technologiezentrum und im Regionalmanagement Oberösterreich beruflich ankerte. Nebenher fand er Zeit, in Berlin den Master in Public Managment mit Auszeichnung zu erwerben und seine Fähigkeiten damit auf akademischem Niveau zu festigen. Um die Zeit nicht nur am Schreibtisch oder bei Sitzungen zu verbringen, machte er den Jagdschein und fand dabei Freude und innere Ruhe, die er bei seinen vielen Engagements mehr als benötigte. Ein „idealer Partner“ war Robeischl für Alfred Hartl, den Bürgermeister von Bad Leonfelden. „Der Mika hatte immer Visionen, er war ein super Coach und verstand es, Menschen zu motivieren. Natürlich hatte er Ecken und Kanten, seine hohe soziale Kompetenz ermöglichte es ihm aber immer wieder, gemeinsam Ziele zu erreichen“. Alle lobenden Worte scheinen freilich auch in seinem Fall zu spät zu kommen. „Mike ist immer der großen Anerkennung nachgelaufen, hat immer die große Bühne gesucht und fand unterm Strich wohl zu wenig Wertschätzung für seine Arbeit“, vermutet Conny Wernitznig vom Mühlviertler Kernland, eine Kollegin seit Kindheitstagen. So sehr er damit erfolgreich war, andere Menschen zu coachen, so wenig war ihm das bei seinen eigenen, persönlichen Problemen möglich. Zahllose Trauerpostings in sozialen Medien bestätigen seine Verbundenheit mit ihnen. Michael Robeischl wird von seiner Familie, die auch den tragischen Unfalltod seines Bruders zu tragen hat, am 6. August in aller Stille verabschiedet.



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