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Manfred Schwetz aus Leonding (1946 - 2019): Internationaler Manager mit feinem Gespür

Aktualisiert: 26. Dez 2019

Auf den ersten Blick betrachtet entsprach Manfred Schwetz dem durchaus oberflächlichen Klischee, das viele Menschen von Managern haben: sie rauchen, sind nicht besonders lustig und interessieren sich neben ihrem Geschäft vor allem für die große weite Welt. Bei Manfred Schwetz ist ein zweiter, genauerer Blick notwendig, um seine Persönlichkeit zu fassen. Auch er hat geraucht, dieses Laster aber vor vielen Jahren aufgegeben. Besonders lustig war er wohl nicht, aber im Spiel mit seinen beiden Enkeln Maximilian und Niklas wurde er schnell weich und sanft. Und er hatte viel Erfahrung im Ausland, diese Kompetenz eröffnete dem Feuerwehrausstatter Rosenbauer, wo er stellvertretender Aufsichtsratschef war, aber viele wichtige Türen. Geboren wurde Manfred Schwetz in Lambach, sein Vater Alfred leitete bis 1973 das ORF-Landesstudio Oberösterreich als Intendant. Als einer der ersten Studenten absolvierte Manfred das BWL-Studium an der noch neuen Universität Linz. In der Voest fand er den ersten Job, er heiratete seine Freundin Christine und mit ihr ging es bereits ein Jahr später in die USA, wo er für die Voest in New York die erste Niederlassung aufbaute. „Vier Jahre waren wir drüben, auch Marcus, unser Sohn wurde dort geboren. Noch heute haben wir viele Freunde in Amerika“, sagt Gattin Christine. Ein Jahr lang verbrachte die junge Familie dann wieder in Linz, bevor es für sechs Jahre nach Singapur ging. Nach einigen Jahren in der Voest in Linz wechselte Schwetz 1993 zu Rosenbauer nach Leonding, wo ihm seine bisher gesammelten Auslandserfahrungen sehr zu Gute kamen. „Wir verdanken Manfred Schwetz unseren erfolgreichen Amerika-Einstieg“, sagt Markus Öttl, langjähriger Personalchef des Konzerns. „Schwetz war ein international sehr erfahrender, aber ungemein sensibler Manager, der mit allen unseren Partnern sehr verständnisvoll umgegangen ist.“ Öttl, selbst gelernter Psychologe, bestätigt an Manfred Schwetz auch dessen verlässliche Menschenkenntnis: „er konnte andere sehr sachgerecht und präzise beurteilen“. Neben seinem Beruf, der ihn nach wie vor immer wieder in das Ausland führte, gehörte seine Leidenschaft dem Golfspiel. „Sein Stammplatz war die Tillysburg, wo er seit seiner Pensionierung mit Freunden zweimal die Woche spielte. Gemeinsam mit mir fuhr er zum Golfen aber am liebsten in das norditalienische Friaul“, sagt Christine Schwetz. Dort, wo sie ihren Mann vor 45 Jahren geheiratet hat, in der Linzer Maximilianskirche des Aloisianums auf dem Freinberg, wird Manfred Schwetz am Mittwoch, 26. Juni um 8 Uhr Früh verabschiedet.



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