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Johann Allerstorfer aus Vöcklabruck (1934 - 2019): Er fand Lösungen für alle Probleme

„Es gibt keine Probleme, es gibt nur Lösungen“. Mit diesem Wahlspruch ist Johann Allerstorfer durch sein Leben gegangen, sagt Tochter Elfriede Steiner, die ihrem Vater viel verdankt. „Der Vater hat uns Kindern beim Hausbau alles gemacht, sogar die Einrichtung hat er getischlert“. Die Wiege für dieses beachtliche handwerkliche Können stand in Hartkirchen, wo Johann Allerstorfer auf einem kleinen Sacherl aufgewachsen ist. Der Zufall wollte es, dass ihm 1955 eine unscheinbare Zeitungsannonce in die Hände gefallen war, in der die Vöcklabrucker Schulschwestern einen landwirtschaftlichen Mitarbeiter suchten. Er bewarb sich und bekam den Job. Zehn Jahre später hatte sich Johann zum Facharbeiter weitergebildet, nach zwei weiteren Jahren war er Meister. Von da an dauerte es nicht mehr lange, bis er „Schaffer“ war, wie Oberin Angelika Garstenauer sagt. Der „Schaffer“, das war der „Moar“ am Bauernhof. An die 60 Tiere und die entsprechenden Grundflächen hatte Johann in seiner Zeit zu managen, einmal hatte er auch die Aufbauarbeiten nach einem Brand zu organisieren. Nach 30 Jahren ging Allerstorfer bei den Schwestern in Pension, deren Landwirtschaft ist inzwischen verpachtet. Trotz der beruflichen Erfordernisse engagierte sich Allerstorfer darüber hinaus in der Landarbeiterkammer, für die er einige Zeit als Kammerrat in der Vollversammlung saß. Wichtig war ihm weiters das Engagement in der Katholischen Männerbewegung, die sich in Vöcklabruck inzwischen aber aufgelöst hat. „Der Hans war Obmann in unserem Meisterklub“, erinnert sich Alois Hauser und verweist damit auf den Wert der beruflichen Weiterbildung, die Allerstorfer stark forcierte und durch seine persönliche Geschichte belegen konnte. „Er war ein sehr ruhiger, sympathischer und besonnener Mensch“, sagt Hauser, „ein lauter Polterer war er sicher nicht“. Daheim in Vöcklabruck zog es Allerstorfer in die Berge, wenn nicht irgendeine Arbeit zu tun war. „Der Papa brauchte keine Wanderkarte, er kannte jeden Weg und jeden Berg und er hat darüber liebend gerne Auskunft gegeben“, sagt Tochter Elfriede. Die letzte Zeit musste ihr Vater krankheitsbedingt die meiste Zeit zu Hause verbringen, er nahm aber noch regen Anteil am Leben seiner drei Kinder, der sieben Enkel und der 7 Urenkel. Sogar die Geburt des letzten Urenkels Elias erlebte er mit Gattin Anna genau eine Woche vor seinem Tod noch hocherfreut mit.



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