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Ing. Josef Sumesberger aus Linz (1951 - 2021): Lebenslanges Engagement für seine Schulkollegen

Er war nicht der prominenteste, aber wohl einer der bekanntesten Absolventen der HLBLA St. Florian. Als „Sumsi“ kannte ihn jeder, sogar der ehemalige Vizekanzler Willi Molterer reagiert als späterer Absolventenkollege betroffen auf Sumsis plötzlichen Tod. „Ich habe ihn in Erinnerung als irrsinnig hilfsbereiten Menschen, der selber nie in die Auslage gegangen, sondern lieber im Hintergrund geblieben ist“. „Brutal engagiert“, bezeichnet ihn der gegenwärtige Vereinsobmann Michael Holzleitner, vor allem seit „Sumsi“ Josef Sumesberger in Pension war und die gesamte Pressearbeit des Traditions-Vereins auf neue Beine gestellt hat. „Die Homepage, der Newsletter, alles die Arbeit von Sumsi“, sagt Holzleitner. „Er hat den Geist von Florian spürbar werden lassen“, findet Hannes Hofer, der Raiffeisenchef von St. Florian. „Der Sumsi hatte ein ungemein gutes Gespür für die Menschen und immer die richtigen Fragen gestellt.“ Dass das Raiffeisen-Maskottchen, die Biene Sumsi, diesen Namen bekommen hat, sei übrigens auf eine Idee Sumesbergers zurückzuführen, der diesen Spitznamen bereits aus Schulzeiten her trägt. Aufgewachsen ist Josef Sumesberger in Linz-St. Magdalena. Noch während er zur Schule ging, verstarb sein Vater plötzlich. Seine Mutter ermöglichte ihm den Einstieg in die landwirtschaftliche Schule Ritzlhof, die 1970 als HLBLA nach St. Florian übersiedeln sollte. „Wir waren 30 Gleichgesinnte in unserem Jahrgang, als wir 1967 angefangen haben. Die strenge Erziehung hat uns nichts ausgemacht, auch nicht, dass wir nach dem Schuleintritt im Herbst zum ersten Mal erst zu Allerheiligen heimfahren durften“, erinnert sich Sumsis Schulkollege Engelbert Steiner. Aus der Schicksalsgemeinschaft entwickelte sich im Lauf der Jahre eine lebenslange Freundschaft, die sich über alle Bundesländer erstreckte. Sumsi war einer der Motoren dieser Gemeinschaft. Beruflich stieg Sumsenberger nach dem Bundesheer gleich in die Sozialversicherungsanstalt der Bauern SVB ein. Ihm schreibt es Christine Katzlberger-Laimer als Direktorin zu, „dass der sichere Bauernhof besonders in Oberösterreich zu einer Erfolgsgeschichte wurde“. Für diese Aufgabe hat Sumesberger gelebt. Am meisten liebte er den Außendienst, wo er sich „nicht als Kontrollor, sondern als Berater der Landwirte“ verstand, wie ihm ehemalige Kollegen wie Hannes Dietachmayr zugestehen. Ab sechs Uhr früh saß Sumsi bereits im Büro am Computer, bevor er in den Außendienst fuhr, heißt es. Bei einem dieser Außendienste lernte er im Innviertel Margarethe Jodlbauer kennen, 1979 wurde geheiratet, natürlich in der Stiftskirche von St. Florian. Die Ehe der beiden blieb zwar kinderlos, unverzichtbare Begleiter waren aber ihre Hunde. Auf die Schäferhündinnen Cora 1 und 2 folgten die Entlebucher Sennenhunde Cleo und Finni, zwei ungemein stürmische und herzliche Hündinnen. Begeistern konnte sich Sumesberger für die Natur-Fotografie, ausgesucht schöne Schnappschüsse stellte er gerne auf Facebook. Oft anzutreffen war Sepp auch im Keller des Vereins Jazzpoint am Linzer Hauptplatz, weil er diese Musik mochte, den Verein mit aufgebaut hat und er sich auch dort als Mitorganisator und Fotograf nützlich machen konnte. Mit aller Energie stellte er seine Kompetenzen ab der Pension aber seinem Florianer Absolventenverband zur Verfügung. „Er war beseelt, die Absolventen in Porträts in das rechte Licht zu setzen, tat dies landauf, landab als rasender Reporter und erfand den virtuellen Florianer Marktplatz auf der stets aktuellen Vereins-Homepage“, sagt der Florianer HLBLA-Direktor Hubert Fachberger. Die 150. Printausgabe der Absolventenzeitung „Der Florianer“ wird sich seinem Andenken widmen.




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