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Dr. Gerd Konwalinka aus Gallneukirchen (1942 - 2018): Mediziner mit vielen Leidenschaften

Noch für diesen August hatte das Ehepaar Konwalinka einen Tauchurlaub in die Karibik gebucht. "Dazu wäre Französisch-Polynesien noch sein Lebenstraum gewesen", sagt Sohn Jörg, "aber diesen Traum konnte er sich nicht mehr erfüllen."

Blitzschnell raffte eine schwere Erkrankung den Körper des bis dahin vollkommen fitten und agilen Mediziners hinweg. Das Wasser als Lebens-Leidenschaft war Konwalinka in die Wiege gelegt. Schon Vater Heinz und dessen Bruder Günther waren Schwimmer. In Gallneukirchen stand er lange Jahre dem dortigen Schwimmverein als Obmann vor, arbeitete mit dem Nachwuchs als Trainer und stellte sich dem Landesverband immer wieder gerne als Sportarzt zur Verfügung.

"Er war sehr geduldig, immer genau darauf bedacht, den Körper auf die Leistungen vorzubereiten", erinnert sich Sohn Jörg, der so wie seine drei Geschwister geradezu selbstverständlich mit dem Schwimmsport intensiv in Berührung kam. Besonders stolz war die Familie natürlich, als es Tochter Birgit mit ihrem väterlichen Trainer einst zur Schwimm-Staatsmeisterin brachte. Neben ihr betreute Gerd Konwalinka viele andere junge Schwimmsportler, für viele war er eine Art Lebens-Mentor.

Aber nicht nur den Schwimmern galt seine Zuwendung. Ein großes Herz bewies Konwalinka auch für Menschen mit Beeinträchtigungen, die in Gallneukirchen von der evangelischen Diakonie betreut werden. Lange Jahre war er medizinischer Leiter des Diakoniewerkes, die Erinnerung an den kompetenten und sehr menschlichen Arzt währt bis zum heutigen Tag. Mit 65 die Ordination zu schließen kam für ihn nicht in Frage, der frühere Gemeindearzt arbeitete als Wahlarzt weiter, weil er seinen Beruf und die Patienten mochte.

Eine weitere große Leidenschaft des Verstorbenen war die Musik. Konzert- und Opernbesuche bereiteten ihm großes Vergnügen, die Salzburger Osterfestspiele konnten ihn zu ihren Förderern zählen. Ein beliebtes Hobby Konwalinkas waren weiters Reisen in aller Herren Länder. So wurde auch ein Haus, das er in Griechenland bauen ließ, zu einem Fokus für seine vier Kinder und acht Enkelkinder. Deren Zeichnungen hatten zuletzt das Spitalszimmer ihres Großvaters geziert.



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