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Carola Malzner aus Ebelsberg (1968 - 2019) Wissbegierig bis zum Schluss




Bestseller-Autorin auf einem Bauernhof. Das wäre der Traumberuf von Carola Malzner gewesen. Geworden ist sie Redakteurin einer Frauen-Zeitschrift mit einem Reihenhaus in Ebelsberg. In dem kleinen Häuschen fand Carola ihren Lebensmittelpunkt. Dort erzog sie ihre beiden Kinder Alexander und Kathrin, dort liebte sie ihren kleinen Garten am Waldrand, von dort aus strickte sie ihr berufliches Netzwerk. Fast immer hatte sie mit Schreiben zu tun. Statt ihr begonnenes Psychologie-Studium abzuschließen wurde sie Hausfrau und Mutter. Auf die Frage, wie sie war, antwortet Tochter Kathrin: „Mama halt. Sie war immer für uns da und schaute, dass es uns gut geht.“ Die wirtschaftliche Basis organisierte sich die aus Eferding stammende Maturantin zunächst als Rezeptionistin, dann als Redakteurin von Chefinfo, einem Magazin für Führungskräfte. Vor fünf Jahren startete sie als Chefin vom Dienst bei „Welt der Frauen“. Dass es in einer solchen Position auch einmal stressig zugehen kann, ließ sich Carola Malzner nicht anmerken. „Sie hat alles mit Humor entschärft“, sagt Chefredakteurin Christine Haiden bewundernd. „Diese positive Einstellung war enorm wichtig für das ganze Team“. Das deckt sich mit der Erfahrung von Elisabeth Tomani-Aberger, die bei Chefinfo zu ihrer besten Freundin wurde: “Carola war ein durch und durch positiver Mensch, sie war wunderbar einfühlsam und rücksichtsvoll. Sie hatte ein großes Empathivermögen für andere.“ Dabei war Carola Malzner nie zufrieden mit dem, was sie machte. Neugierig für alles Neue, ließ sie sich immer wieder weiterbilden, nur knapp hat sie den Abschluss eines Master-Lehrgangs verpasst, den sie in Salzburg absolvierte: Spirituelle Theologie im interreligiösen Prozess. Die Masterarbeit war geschrieben, zwei Tage vor der Abschlussprüfung ist sie gestorben. Trotz ihres umfangreichen Engagements engagierte sich Malzner auch im Umweltbereich, wenn sie es für nötig ansah. Eine Autobahn durch den Ebelsberger Wald konnte sie sich absolut nicht vorstellen, also stellte sie sich dagegen. „Eine verbissene Emanze war Carola aber absolut nicht“, sagt Freundin Elisabeth, „sie war eine absolut positive Feministin“. Seit 2018 war sie krank, sehr krank. Aber auch dieses Schicksal meisterte sie sehr positiv, bis es Ende Mai zum tödlichen Rückfall kam. „Im Juli wäre Carola bei uns fix angestellt geworden, das hat sie leider nicht mehr erlebt,“ bedauert Christine Haiden. So plötzlich ihr Tod gekommen war, so vorbereitet war Carola Malzner darauf. In einem Abschiedsbrief verfügte sie für ihr Begräbnis positive Lieder und bunte Kleider, „weil ihr Trauerfeiern immer ein Gräuel waren“, wie sich Tochter Kathrin erinnert. Sie hat Carola in Australien zur zweifachen Oma gemacht. Enkel Flynn konnte sie noch kennen lernen, Enkelin Maya leider nicht mehr.






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